Dem Spanier Juan de la Cierva kamen bereits 1920 die ersten Ideen zum Bau des Gyros (Tragschraubers). Das Projekt C.1 wurde geboren. Die Eintragung in das Patentregister sowie der Eintrag der Marke Autogiro erfolgte am 20. Juni 1920. In den folgenden Jahren wurde der Bau der Versuchsgeräte C.2 und C.3 vorangetrieben die aber leider nicht Flugtauglich waren. Erst am 17. Januar 1923 gelang es den spanischen Militärpilot Gómez Spencer mit dem C4 die Flugfähigkeit in einem Testflug zu beweisen.
Die ersten Fluggeräte C.1, C.2 und C.3 erwiesen sich als instabil. Das Fluggerät C.4 wurde das erste fliegende Exemplar eines Autogiro.
Der Tragschrauber C4 von Cierva, den man als flugfähig bezeichnen konnte, flog am 31. 01. 1923 am Flughafen Cuatro Vientos, bei Madrid, wieder mit Oberleutnant Gomez Spencer am Steuer, einen Kreis von vier Kilometern in 3 Minuten und 30 Sekunden.
Am 12. 01. 1924 folgte ein Tragschrauber des Typs C.6 mit einem 110 PS-Motor und einem Gewicht von 780 Kilogramm, diesmal flog Leutnant Loriga. Er startete wieder vom Flughafen Cuatro Vientos und flog zum Flughafen Getafe. Diesmal legte er eine beachtliche Strecke von 12 Kilometern zurück.
Juan de la Cierva überflog am 18. 09. 1928 mit dem Autogiro Cierva C.8.II den Ärmelkanal zwischen Lymphe und Calais. Diesmal legte er eine Strecke von rund 40 Kilometer in einer Flughöhe von 1200 Metern und einer Flugdauer von insgesamt 18 Minuten zurück. Bei den hierbei durchgeführten Landungen bewies de la Cierva, dass man mit seinem Tragschrauber beim Landeanflug jeden Anflugwinkel zwischen 15 und 80 Grad zur Waagerechten einnehmen kann und sich somit die Landestrecke erheblich reduzieren ließen.
Der Abstand zwischen Aufsetzpunkt und Ausrollstrecke betrug dabei nie mehr als 3 Meter, obwohl der Autogiro jeweils seinen steilen Sinkflug wie ein normales Flugzeug fortsetzte und erst kurz vor dem Aufsetzpunkt aus einer Höhe von 1 bis 2 Metern abgefangen wurde.
Der Tragschrauber demonstrierte hierbei überzeugend, dass er niemals in die Phase eines Strömungsabrisses kam, wie er bei Flächen-Flugzeugen üblich ist. Jedoch benötigte er beim Start weiterhin eine längere Startstrecke als bei der Landung, weil die Rotoren nicht schnell genug in die nötige Rotation zu bringen waren. Ein weiteres Problem war der Start auf einer unebenen Startbahn, weil hierbei die Rotorblätter häufig das Leitwerk berührten und dieses beschädigten. 1929 entwickelte de la Cierva ein Leitwerk, das vor den Rotorblättern geschützt war. Im selben Jahr noch wurde von seinem amerikanischen Partner eine Vorrichtung entwickelt, die beim Start den Rotor schneller antrieb und somit die Startbahn auf 10 bis 20 Meter verringerte. Wesentlicher Bestandteil dabei war, dass bei der Erreichung der Auftriebsgeschwindigkeit der Rotorantrieb abgestellt wurde und der Tragschrauber wie zuvor weiter fliegen konnte.
Im Jahr 1929 startete der Bau der Variante C.5 dieser wurde mit einem Dreiblatt-Rotor angetrieben. Ende des Jahres 1929 entstand bereits die nächste Serie C.6.
1924 präsentierte de la Cierva auf der Messe Internacional de Aeronáutica de París die C.40 mit einem 420 PS-Umlaufmotor. Mit einer Steigleistung von 10 m/s, einer Gipfelhöhe von 6000 Metern, einer Reisegeschwindigkeit von 230 km/h sowie einer Reichweite von 530 Kilometern erregte das Modell großes Interesse bei den internationalen Militärs. Am 12. 12. 1924 erfolgte der Erstflug der Cierva C.6-B. Der Einsitzer legte in nur acht Minuten eine Strecke von 10,5 Kilometern zurück.
Cierva wanderte 1925 nach England aus und gründete dort die Cierva Autogiro Company of Great Britain Ltd. mit Sitz in Southampton. Im Oktober erhielt das Modell C.6-C als Zweisitzer eine Zivilzulassung mit dem Kennzeichen G-EBTW. 1926 wurden die ersten C.6 an die Royal Air Force in England ausgeliefert.
Am 29. 07. 1926 startete die C.6D zum ersten Flug, um bereits einen Tag später den ersten Flug mit zwei Personen durchzuführen; Juan de la Cierva selbst war der Passagier. Auch andere Nationen zeigten zu dieser Zeit Interesse an diesem Gerät: im selben Jahr am 05.08. 1926 flog Ernst Udet die Cierva C.6D in Berlin auf dem Flugplatz Tempelhof.
Die C.6D gebaut in England gilt als erster zweisitziger Autogiro der Welt. Wegen der höheren Nutzlast wurde ein stärkeres Triebwerk als bei den Vorgängertypen, ein sogenannter Clerget-Motor mit 97 kW (132 PS) eingebaut. Die Steuerung war nur vom hinteren Sitz aus möglich.
1928 legte Cierva mit der Gründung der Autogiro Co. of América in den USA, finanziell unterstützt vom flugbegeisterten Multimillionär Harold Frederick Pitcairn, der auch als Namensgeber der Produktion unter der Abkürzung PCA stand, den Grundstein für die Serienproduktion der Baureihe PCA-2 in den USA. Die 300 PS starken Maschinen absolvierten Flüge nach Mexico und Kuba.
1932 wurde die Cierva Autogiro GmbH in Berlin gegründet. In den folgenden Jahren bis 1938 baute die Firma Focke-Wulf unter der Lizenz der Cierva Autogiro GmbH insgesamt 43 Tragschrauber des Typs C30. Bekannt wurde diese Maschine unter dem Namen Heuschrecke. 1933 begann die Auslieferung des Typs C.30 an Endkunden in Frankreich, Schweden, Holland, Österreich, Australien, Schweiz, Japan und Deutschland. Nur ein Jahr später gründete Cierva mit der Lioré & Olivier eine Produktionsfirma in Frankreich.
Einige seiner Projekte führte Cierva gemeinsam mit dem britischen Flugzeughersteller Avro durch. Trotz der Erfolge von de la Cierva dauerte es bis weit in die 30er Jahre, bis ein Hubschrauber alle heutigen Fähigkeiten aufweisen konnte. Als 1936 de la Cierva starb, verlor man die Leitfigur der damaligen Zeit. Zur gleichen Zeit konnten aber zwei bis drei Spezialisten auf die Erfolge von de la Cierva aufbauen und die Entwicklung des Hubschraubers entscheidend vorantreiben. In Frankreich wurde der Gyroplane von Louis Bréguet und René Dorand ständig verbessert, so dass man 1937 bei Probeflügen, die von dem Ingenieur und Piloten Claysse überwacht wurden, neue Weltrekorde aufstellen konnte.
De la Ciervas Forschungen haben maßgeblich zur Entwicklung des Hubschraubers beigetragen, der den Autogiro ab dem Zweiten Weltkrieg ersetzte. Inzwischen werden Tragschrauber wieder vermehrt vor allem im Hobbybereich eingesetzt.
Dr. Igor Bensen erfand den "Gyro" 1964 neu und gelangte durch den Auftritt seines Gyro in einem James Bond-Film in Fliegerkreisen zu internationaler Anerkennung.
Der Italiener Magni konstruierte in den 90er-Jahren den ersten Ultraleicht-Tragschrauber (Magni-Gyro M 14/M16) in Serie.
Die spanische Firma ELA folgte kurze Zeit später mit dem ELA 07.
Der deutschen Firma Autogyro-Europe gelang 2003 mit einem modifizierten ELA 07 (MT-03) die Zulassung des Ultraleicht-Tragschraubers nach den weltweit strengsten Bauvorschriften für Luftsportgeräte in Deutschland.
Der Tragschrauber MT-03 ist ein Doppelsitzer in Tandemanordnung und Doppelsteuerung, also als Ausbildungsmaschiene geeignet.
Der Tragschrauber DF02 von GyroTec ist ein Einsitzer vollverkleidet, auch ein deutsches Produkt mit einem Göbler-Hirth 3503E oder einem Rotax 912 Motor.


















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